DEMOKRATIE UND KAPITALISMUS … schließen sich natürlich aus. Kapitalismus ist (inklusive der markanten, aktuelleren und jederzeit mit zu nennenden Perversionen des Neoliberalismus) der finale Zustand eines archaischen Herrschaftsprinzips, dem unverhohlen das Recht des Stärkeren innewohnt – allein das unverkennbar das exakte Gegenteil von Demokratie. 

Mit großer Sicherheit ist den meisten Menschen gemeinsam, dass sie sich gegen Kriege, gegen Hunger auf der Welt und totalitäre Systeme – nicht zu vergessen die Klimakatastrophe – aussprechen. Keiner von diesen Menschen scheut sich, diese Ansichten nicht nur zu denken, sondern auch öffentlich zu äußern – die vollste Zustimmung ihres jeweiligen Gegenübers folgt auf dem Fuße. Die Zahl jener Menschen, die Änderungswünsche an den genannten Zuständen formulieren, mag noch genauso groß sein – sie verringert sich dagegen proportional zu der Intension, mit der die großen Unzulänglichkeiten unseres Zusammenlebens angeprangert, Verantwortliche und Verantwortliches identifiziert und Gegenstrategien vorgeschlagen oder sogar in Gang gesetzt werden.

Abgeschmackt und an Torheit nicht zu überbieten steht beispielhaft der Spruch: „Geld regiert die Welt“. Wie viele Generationen haben diesen Halbsatz – meist schon in der Kindheit zumindest einmal gehört? Ließe man diesen Satz unvollendet stehen – man würde einen Gutteil seiner Verantwortung umgehend an der Haustür abgegeben haben, denn:

Zeugt die jämmerliche „Erkenntnis“, wer oder was die Welt regiere, nicht von sklavenhafter Akzeptanz der Gegebenheiten bei vollständiger Resignation gegenüber denselben? Ist es nicht geradezu sträflich in einer aufgeklärten Gesellschaft, dass sich (nicht nur) Erziehende damit jeglicher Erklärungspflicht entziehen und quasi die Einsicht, dass man keinerlei Wahlfreiheit bezüglich der Welt hat, in der wir leben, gleich mit einfordern?

Gleichwohl – ähnliche Erkenntnisse kursieren zuhauf, aber eben auch jene, die besagen, dass ein Gewissen vorhanden ist, dass einem irgendwie mulmig wird bei der Betrachtung unseres globalen Zusammenlebens – es erscheint einem dann eher wie ein Gegeneinander-Leben, das Ganze. Manch einer erinnert sich vielleicht an den zugegebenermaßen – jedoch nur auf den ersten Blick – etwas fatalistisch klingenden Wunsch nach einem gemeinsamen Feind, einem Thema, einem Problem, dem sich die gesamte Menschheit gemeinsam widmen könnte. Science-Fiction-Fans dachten da schon mal an Außerirdische, gegen die man dann ja gemeinsam Krieg führen oder sich zumindest ihnen gegenüber als zusammengehörende Weltgemeinschaft präsentieren könne. Ungeachtet der Tatsache, dass wahrscheinlich genau das passieren würde, sollten uns Außerirdische mal einen Besuch abstatten, soll hier der Beweis erbracht werden, das der gemeinsame Feind sowohl längst vorhanden als auch – ganz im Gegenteil – nicht von außen kam, sondern bereits fest verankert im Inneren unserer Welt sein Unwesen treibt. Als gemeinsamer Feind wird hier der Kapitalismus identifiziert – gegen diesen zu kämpfen wird zur Erreichung eines reifen, demokratischen und friedlichen Zusammenlebens führen!

Praktischerweise ist der Kapitalismus die Ursache von Kriegen, Hunger und der Steigbügelhalter totalitärer, sprich faschistischer Systeme.

Obige Aussage beweist, dass die Formel „Demokratie und Kapitalismus schließen einander aus“ eine Entsprechung in mathematischer Sprache, hier der Mengenlehre, findet. Besonders wichtig dabei ist die Feststellung, das beide KEIN gemeinsames Element besitzen.

Fortsetzung folgt …